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Die Muthöfe


Die Geschichte der Muthöfe reicht bis ins Mittelalter zurück. Das älteste Urbar von Schloss Tirol, welches zur Zeit Meinhards II. niedergeschrieben wurde, erwähnt die antiken Höfe an den Südhängen der gleichnamigen Bergspitze erstmals im Jahre 1285. Bereits damals konnte man die Höfe Hochmuth, Mittermut (Wenner), Talbauer und Untermut nur zu Fuß oder mit Saumtieren erreichen. Die Bewohner der Bergsiedlung lebten zu jener Zeit überwiegend von Alm- und Milchwirtschaft.
In den letzten Jahrzehnten wurden die Muthöfe mehrmals restauriert, wobei die ursprünglichen Strukturen weitgehend erhalten blieben. Heute sind die charakteristischen Höfe unterhalb der Mutspitze wichtige Zeugen der bäuerlichen Kultur und Geschichte des Landes.
Das Leben der Bergbauern ist auch heute noch von harter Arbeit und Entbehrung geprägt. In den Sommermonaten wird das Heu noch von Hand gemäht, da die steilen Hänge den Einsatz einer Mähmaschine unmöglich machen. Als Zuerwerb baut der Bergbauer verschiedene Getreidesorten wie Roggen, Gerste und Buchweizen an, während die Kühe, Schafe und Hühner Fleisch, Milch, Wolle und Eier für den Alltag liefern.
Die Wintertage nutzt der Bauer für die Herstellung einer Reihe von Arbeitsutensilien und die Reparatur von Zäunen oder Dachschindeln. Für sich und die Gäste des nächsten Sommers schlachtet der Bauer im Winter seine Schweine und erzeugt daraus Speck und Kaminwurzen. Aus Milch wird Bergkäse, aus Schaf „Schöpsernes“ (Lammbraten) und aus Rindfleisch werden Suppen, Braten u.a. Tiroler Spezialitäten zubereitet.
Was früher als Zins an den Landesfürsten ging, wird heute als kulinarische Spezialität den Besuchern der Muthöfe serviert. Hochmuther Bergkäse und Speck werden direkt am bäuerlichen Hofbetrieb zubereitet und verkauft.




