Andere Schlösser
(nicht zu besichtigen)
In der Geschichte von Tirol werden „die Herren von Auer oberhalb Tirol“ häufig erwähnt. Damit sind die Lehensträger von Schloss Auer gemeint. Nach dem Erlöschen der Herren Auer kam die Burg an Nachkommen der florentinischen Bankiersfamilie Rossi. Nach dieser gelangte die Burg in den Besitz verschiedener Adelsfamilien. Ein Mitglied der jetzigen Eigentümer-Familie der Grafen von Khuen-Belasi hat in jüngster Zeit versucht, dem zu einem Bauernhaus herabgesunkenen Gebäude seinen ursprünglichen Stil zurückzugeben. Schloss Auer ist ein malerischer mittelalterlicher Bau, eine geschlossene Anlage ohne Bergfried, mit zinnenbekrönter Ringmauer, herrschaftlichem Wohnbau, Gesinde- und Wirtschaftsgebäuden. Außerdem befinden sich im Schloss Auer eine schöne gotische Stube mit Getäfel ,sowie eine Kapelle mit einem kleinen Flügelaltar.
An den Hängen der Mutspitze steht inmitten von Weinbergen Schloss Thurnstein. Der massive, hohe Turm ist mit einem Wohnbau aus dem 16. Jahrhundert verbunden – er wurde im 19. Jahrhundert erweitert und im 20. Jahrhundert vollendet. Der Name Thurnstein erscheint zuerst 1478. In der Folgezeit war die Burg Lehnsgut verschiedener Familien. An der Wende zum 17. Jahrhundert gelangte Thurnstein in den Besitz des Alexander von Egen, dessen Nachkommen sie heute noch besitzen. Gegenwärtig ist das Schloss Thurnstein eine Gastwirtschaft, in der man den berühmten Napoleon-Wein trinkt. Den Namen erhielt die Weinsorte beim Eintreffen der Nachricht von der Gefangennahme des Französischen Kaisers Napoleon III. bei Sedan.
(nicht zu besichtigen)
Um auf den Felshügel zu gelangen, auf dem die Zenoburg steht, verlässt man Dorf Tirol in Richtung Meran, biegt bei Erlenburg in die alte Jaufenstraße ein und findet nach ein paar hundert Metern links auf einer Felskanzel die Burg. Dieser Hügel besitzt eine strategische Lage erster Ordnung. Die Kapelle erhielt in mittelalterlicher Zeit den Charakter einer Pfalzkapelle und diente viele Jahrhunderte lang ihrer geschichtlichen Bestimmung als Burgkapelle. Sankt Zeno, der in den ersten Jahrhunderten lebte und der Schutzpatron des Wassers ist, hatte hier ein Heiligtum, das viele Pilger und Wallfahrer anzog. Zwischen 470 und 474 wurden hier die Gebeine des Augsburger Bischofs Sankt Valentin und 725 auch jene des Freisinger Bischofs Sankt Korbinian begraben. Das Heiligtum verlor seine Bedeutung, nachdem die sterblichen Reste nach Freising überführt wurden.
Die religiöse Bedeutung dieses Ortes verfiel. Zwischen 1285 und 1290 führte Meinhard II. Arbeiten der Erneuerung und Erweiterung durch. Sie wurde zur Lieblingsresidenz der Tiroler Fürstenfamilie, bis Karl von Böhmen im Krieg gegen Margarethe Maultasch die Zenoburg 1347 zerstörte. In den folgenden Jahrhunderten verfiel die Zenoburg. Im Jahre 1800 erwarb die Familie Leopold von Braitenberg die Zenoburg. Sie ist heute noch in Familienbesitz und Senator Dr. Karl von Braitenberg hat sich sehr um die Restaurierung der Kapelle, des Turmes und die Einrichtung der Wohnräume bemüht.





